Glossary of Bond Terms

Abzinsung
Das Gegenteil von Aufzinsung. Abzinsung erlaubt dem Anleger einen Betrag mit einem Diskontfaktor zu multiplizieren, um so den aktuellen bzw. abgezinsten Wert einer Anlage zu ermitteln. Zum Beispiel, € 1000 aufgezinst bei einem Jahreszins von 10% ergibt nach fünf Jahren € 1610,51. Der nach fünf Jahren erzielte, aktuelle Wert von € 1610,51 beträgt € 1000, wenn er bei einem Jahreszins von 10% abgezinst wird.
Agio
Unterschied zwischen dem Kurs einer Anleihe und dem Kapitalbetrag.
Aktie
Eine Aktie ist ein Anteil am Besitz eines Unternehmens, oder an einem Anlagefonds oder an einer Partnerschaftsbeteiligung. In den USA wird häufig der Begriff „Stock“ (Aktie) anstelle von „Share“ (ebenfalls Aktie) benutzt. Auch erwirb ein Anleger „Shares of Stock“ (Aktien von Aktien).
Anlagefonds
Wird zur Unterscheidung vom geschlossenen Investmentfonds auch offene Investmentgesellschaft genannt. Anlagefonds investieren gebündelte Gelder von vielen Investoren, um das Anlageziel des Fonds zu erreichen. Anlagefonds sind jederzeit bereit ihre Anteile zum aktuellen Nettoinventarwert des Fonds zu verkaufen und zurückzukaufen: gesamtes Vermögen des Fonds geteilt durch die im Umlauf befindlichen Anteile. Manchmal werden Rentenfonds als Anlagefonds bezeichnet, jedoch ist diese Bezeichnung in Europa nicht sehr weit verbreitet.
Anleihe
Eine Anleihe ist ein schuldrechtliches Wertpapier, ein Kredit ähnlich einem Schuldschein. Beim Kauf einer Anleihe, leiht der Käufer Geld an eine Regierung, ein Unternehmen oder andere Einheit, den "Emittenten". Als Gegenleistung für den Kredit, verpflichtet sich der Emittent dem Käufer einen bestimmten Zinssatz während der Laufzeit der Anleihe zu zahlen, sowie den Nennwert der Anleihe (das Kapital) nach Ablauf der Laufzeit zurückzuzahlen. Da die meisten Anleihen regelmäßig Zinsen zahlen, werden sie manchmal als Wertpapiere mit festem Ertrag bezeichnet.
Anleihe mit variabler Verzinsung
Anleihe, deren Verzinsung periodisch, nach einer vorher festgelegten Formel angepasst wird. Dies geschieht in der Regel im Zusammenhang mit einem Index oder einem Referenzzinssatz, wie z.B. LIBOR oder EURIBOR. Auch bekannt als Floating-Rate Note (FRN).
Anleihe mit Verkaufsoption
Anleihe, die dem Inhaber die Option gibt, die Anleihe zu vorher festgelegten Konditionen an den Emittenten zurück zu verkaufen.
Anleihen-Rating und Rating-Agenturen
Unabhängige Rating-Agenturen, wie z.B. Standard & Poor's (S&P), Moody's, Fitch Rating Service, bieten Ratings zur Beurteilung von Anleiheemissionen hinsichtlich ihrer Ausfallwahrscheinlichkeiten bei Krediten und Zinszahlungen. Die Rating-Systeme unterscheiden sich von Agentur zu Agentur, AAA (Aaa bei Moody's) ist jedoch bei allen das beste Rating und D das schlechteste. Anleihen mit einem Rating von mindestens BBB (bzw. Baa) werden zu den Investment-Grade Anleihen gezählt. Anleihen mit einem C-Rating oder schlechter, werden als Specualtive-Grade Anleihen angesehen.
Anleihe-Swap
Verkauf einer Anleihe und Kauf einer anderen Anleihe mit ähnlichem Marktwert. Swaps können durchgeführt werden, um einen Steuerverlust zu erzielen, die Kreditqualität zu verbessern oder um Laufzeiten zu verkürzen, usw. Ein Anleihen-Swap wird manchmal auch als Anleihentausch bezeichnet.
Anleihezins
Zinssatz, den der Anleger der Anleihe während der Laufzeit der Anleihe zahlt. Der Anleihezins einer Anleihe, die zum Beispiel jährlich Zinsen in Höhe von 5% zahlt, beträgt 5%.
Asset Allocation
Asset Allocation ist eine Anlagestrategie, mit der Anleger ihr Vermögen auf unterschiedliche Anlagekategorien (z.B. Anleihen) aufteilen, um das Risiko eines Anlageportfolios zu reduzieren, während der bestmögliche Ertrag erzielt wird. Der %-Satz, der jeder Anlagekategorie zugeteilt wird, hängt immer von den individuellen Bedürfnissen und Präferenzen des Investors ab, einschließlich Anlageziele, Risikobereitschaft, Konjunkturaussichten, und davon, wie viel Geld investiert wird.
Asset-Swap Spread
Der Asset Swap Spread (auch "Bruttospanne" genannt) ist der Aggregatspreis, den Anleihenbesitzer erhalten würden, indem sie unter Verwendung des Swap-Marktes eine Festsatzanleihe mit variabel verzinslichen Anleihen tauschen. Er wird hauptsächlich für die Reduzierung des Zinsrisikos eingesetzt. Der Asset Swap Spread ist eine weitverbreitete Metrik für die Bestimmung eines relativen Wertes einer Anleihe im Vergleich zu anderen Anleihen der selben Währung. Asset Swaps können ein Werkzeug dafür sein, zu verstehen, welche Anleihe oder Anleihen den Spread oder Preis über einen Referenz-Zinssatzbenchmark maximieren, fast immer LIBOR (London InterBank Offered Rate).
Aufzinsung
Aufzinsung ist das Verfahren, durch das zum Anlagekapital addierte Zinserträge aus Investitionen eine breitere Basis bilden, auf der zusätzliche Erträge im Zeitablauf angehäuft werden.
Ausfallrisiko
Das Risiko der Inhaber von Anleihen, dass der Emittent nicht in der Lage ist fälliges Kapital und/oder Zinsen zu zahlen.
Ausgabedatum
Emissionsdatum einer Anleihe, ab dem der erste Inhaber einer Anleihe zum Erhalt von Zinsen berechtigt ist.
Auslandsanleihen
Auslandsanleihen entsprechen der Währung des Landes, in dem ein nicht ansässiger oder ausländischer Emittent die Anleihe ausgibt. Diese Anleihen werden ähnlich wie die Anleihen auf dem heimischen Markt des Landes, in dem sie ausgegeben werden, gehandelt. Bulldog Bonds, zum Beispiel, sind Anleihen, die in Großbritannien von einem nicht-britischen Emittenten in Pfund Sterling ausgeben werden. Yankee Bonds sind auf US-Dollar lautende Anleihen, die in den USA von einem nicht US-amerikanischem Emittenten ausgegeben werden. Rembrandt Bonds werden in den Niederlanden begeben, Matador-Anleihen in Spanien, usw. Das wichtigste Land für die Begebung von Auslandsanleihen ist der US-Dollar Markt.
Auswahlrisiko
Risiko, dass ein Anleger ein Wertpapier wählt, das aus unvorhersehbaren Gründen hinter den Erwartungen des Marktes zurückbleibt.
Barbell-Strategie
Barbell-Strategie (auch Hantelstrategie) ist eine Möglichkeit beim Investieren in Anleihen um einen höheren Zinsertrag zu erzielen, ohne dabei das Risiko zu erhöhen. Bei der Barbell-Strategie investiert ein Anleger in kurzfristige Anleihen mit Laufzeiten von z.B. ein bis zwei Jahren und in langfristige Anleihen mit Laufzeiten von z.B. 30 Jahren. Bei Ablauf der Laufzeit kurzfristiger Anleihen, ersetzt der Anleger sie durch andere kurzfristige Anleihen und bewahrt somit ein Gleichgewicht zwischen kurz- und langfristigen Anleihen. Das Ziel besteht darin, den Zinsertrag zu erhöhen, ohne ein höheres Risiko einzugehen als das bei einem Portfolio aus mittelfristigen Anleihen.
Basispunkt
Ein Hundertstel eines Prozents (0,01%). 100 Basispunkte entsprechen 1%. Basispunkte werden oft zur Messung der Differenzen bei Anleiherenditen genutzt. Verändert sich beispielsweise die Rendite einer Anleihe von 5,55 % auf 5,5 %, ist sie um 5 Basispunkte gesunken.
Behavioural Finance
Behavioural Finance (dt. verhaltensorientierte Finanzierungstheorie) beschäftigt sich mit den Ursachen für das Verhalten von Investoren und den Auswirkungen dieses Verhaltens auf die Märkte. Theoretiker der Behavioural Finance bedienen sich volkswirtschaftlichen und psychologischen Disziplinen, um zu zeigen, dass das Anlegerverhalten, das die Marktpreise beeinflusst, nicht auf "rationalen" Faktoren wie der Analyse der Stärke bzw. Leistung eines Unternehmens beruht.
Benchmark
Ein Benchmark bei Investitionen ist ein Vergleichsmaßstab, gegen den die Leistung einzelner Anleihen oder von Anleihen-Gruppen gemessen werden kann. Unterschiedliche Benchmarks werden für unterschiedliche Investitionen von Einzelanlegern und Finanzexperten gewählt - der Benchmark kann ein Index sein, z.B. ein Zinssatz wie der LIBOR oder EURIBOR, oder die Rendite einer bestimmten Staatsanleihe, wie z.B. einer US-Schatzanweisung. Nutzt zum Beispiel ein Anleger einen Index, um ein spezielles Segment des Anleihenmarktes zu verfolgen, ist der sich verändernde Wert des Index, der eine stärkere oder schwächere Leistung anzeigt, ebenfalls der Maßstab, gegen den der Anleger die Leistung einer bestimmten Anleihe, eines Rentenfonds oder eines Anleihenportfolios misst. Investoren, die Benchmarks für die Beurteilung von Investitionen einrichten wollen, können zwei wichtige Benchmarks nutzen: absolute Benchmarks und relative Benchmarks. Zu den absoluten Benchmarks können Ziele einer Einzelperson zählen: z.B. Ertrag aus einem Portfolio oder Ertrag im Zusammenhang mit Inflation. Relative Benchmarks sind standardmäßige Marktindikatoren bzw. Maßstäbe, mit deren Hilfe Investoren die Leistung ihres Anlageportfolios mit der Marktindikator-Benchmark vergleichen können, und somit den Erfolg ihrer eigenen Strategie an ihren Investitionszielen messen zu können.
Bonos und Obligaciones del Estado - Spanische Staatsanleihen
Spanische Staatsanleihen sind Obligationen der spanischen Staatsregierung, die vom spanischen Finanzministerium herausgeben werden. Letras del Tesoro sind kurzfristige Schatzwechsel mit Laufzeiten von 6, 12, und 18Monaten. Bonos y Obligaciones del Estado sind Schatzwechsel mit genau den gleichen Merkmalen, jedoch unterschiedlichen Laufzeiten. Das Finanzministerium begibt momentan Staatsanleihen mit Laufzeiten von 3 und 5 Jahren, sowie Obligaciones mit Laufzeiten von zehn, fünfzehn und dreißig Jahren.
Bourse
Bourse (vom französischen Geldbörse) ist die französische Bezeichnung für die Aktienbörse. Der Begriff Bourse wird in ganz Europa verwendet und ist das Synonym für das deutsche Wort "Börse".
Briefkurs
Preis, der vom Verkäufer eines Wertpapiers angestrebt wird.
Briefkurs(2)
Kurs, zu dem ein Verkäufer ein Wertpapier verkaufen wird.
Briefkurs-Rendite
Ertrag, der auf Schuldverschreibungen erzielt wird, wenn der Briefkurs bezahlt wird.
Britische Staatsanleihen oder "Gilts"
Staatsanleihen des Vereinigten Königreichs werden auch Staatspapiere (gilt-edged securities oder gilts) und manchmal auch langfristige Staatspapiere (Treasury Stock) genannt. Gilts werden vom britischen Debt Management Office (Amt für Schuldenverwaltung) im Auftrag des britischen Finanzministeriums ausgegeben und an der Londoner Börse gehandelt. Die meisten Gilts werden mit einem festen Zinssatz für die Laufzeit der Anleihe verkauft, halbjährlich gezahlt, und der Nennwert wird nach Ende der Laufzeit vollständig zurückgezahlt (sog. "bullets" - endfällige Anleihe). Staatsanleihen der britischen Regierung gelten als eine der Anleihen mit der höchsten Qualität weltweit, da Großbritannien noch bei keiner Emission in Zahlungsverzug geraten ist (obwohl die Ergebnisse der Vergangenheit nicht als Garantie für das Ausbleiben eines Zahlungsverzugs angesehen werden können).
Broker
Ein Broker ist ein Mittelsmann zwischen Käufern und Verkäufern. Der Broker, Käufer und Verkäufer sind entweder Unternehmen, Einzelpersonen oder Institutionen. Gemäß den meisten Rechtssprechungen arbeiten Broker für Banken oder Maklerfirmen und müssen lizenziert oder anderweitig geprüft oder registriert sein, um den Kauf und Verkauf von Anlageformen wie z.B. Anleihen durchführen zu dürfen. Für weitere Informationen, wenden Sie sich an die im Abschnitt Ressourcen für Ihr Land aufgeführte Finanzbehörde.
BTP bzw. Italienische Staatsanleihen
Anleihen der italienischen Staatsregierung werden vom Dipartimento del Tesoro begeben. Das Ministerium für Wirtschaft und Finanzen gibt unterschiedliche Arten von Staatsanleihen heraus, die sowohl von Einzelanlegern als auch von institutionellen Anlegern gekauft werden: kurzfristige BOT-Anleihen (Buoni Ordinar del Tesoro) mit Laufzeiten bis zu 365 Tage: CTZ's (Certificati del Tesoro Zero Coupon), die genau wie BOT's Nullkuponanleihen sind, mit Laufzeiten von 24 Monaten; BTPs, italienische Schuldverschreibungen (Buoni del Tesoro Poliennali) mit Laufzeiten von drei, fünf, zehn, fünfzehn, und dreißig Jahren; und CCT, kurzfristige Schatzwechsel (Certificati di Credito del Tesoro), Wertpapiere mit variabler Verzinsung und einer Laufzeit von 7 Jahren.
Buchmäßige Verwaltung
Ein Verfahren zur elektronischen Aufzeichnung und Eigentumsübertragung von Wertpapieren, durch die der Bedarf an Zertifikaten in Papierform beseitigt wird.
Bund- bzw. Deutsche Staatsanleihen
Anleihen der deutschen Staatsregierung werden als Bunds (Kurzform für Bundesanleihen) bezeichnet. Die Laufzeiten von Bundesanleihen reichen von vier bis 30 Jahre. Weitere Anleihen, wie z.B. Schuldverschreibungen des Bundes mit einer Laufzeit von fünf Jahren, genannt "Bobls" (Kurzform für Bundesobligationen), sowie Bundesschatzbriefe mit einer Laufzeit von zwei Jahren (genannt "Schätze") können ebenfalls von Einzelanlegern gekauft werden. Die Emission deutscher Staatsanleihen wird in Europa als "Goldstandard" bzw. als Maßstab angesehen (selbst nach der Einführung des Euros).
Buy-and-Hold
Eine Anlagestrategie bei der Anleger eine Anlage kaufen (buy) und bis zu dem Fälligkeitsdatum, an dem die Anleger das Kapital und, falls zutreffend, die Zinsen zurück erhalten, nicht wieder verkaufen (hold).
Clean Price
Kurs einer Anleihe ohne Stückzinsen. Anleihenkurse werden für gewöhnlich "clean", d.h. ohne Stückzinsen, angegeben.
Collar
Ober- und Untergrenze (Zinsdeckel und Minimalzins) des Zinssatzes bei Wertpapieren mit variabler Verzinsung.
Collateralised Debt
Collateralised Debt ist im vergangenen Jahrzehnt zu einem der sich am schnellsten entwickelnden Anlageformen geworden und basiert auf der Vorstellung, dass ein Kredit gegeben werden kann, je nachdem welches Pfand, welche Sicherheit oder Ausfallsentschädigung der Kreditnehmer zur Rückzahlung des Kredites nutzen kann. Collateralised Debt ist also eine Art Solawechsel, der durch ein Pfand, Sicherheiten oder andere Ausfallsentschädigungen des Kreditnehmers besichert wird. Das Pfand bzw. die Sicherheit kann aus einer oder mehreren Quellen bezogen werden, wie z.B. Hypotheken, Kredite, Anleihen/Schuldverschreibungen oder durch Vermögenswerte besicherte Wertpapiere. Die Geschwindigkeit, mit der sich dieses Konzept in Europa um die Wende zum 21. Jahrhundert ausgebreitet hat, hat einen wichtigen europäischen Markt für dieses komplexe Anleihenprodukt geschaffen. Es handelt sich dabei um einen größtenteils institutionellen Anleihenmarkt, da die Produkte eine sehr komplexe Struktur und Größe besitzen und für einen Laien-Investor nur schwer zu durchschauen sind.
Collateralised Debt Obligation (CDO)
Eine Collateralised Debt Obligation (CDO) ist eine Art der Verbriefung, bei der ein breit gefächertes Portfolio bestehend aus Krediten oder Wertpapieren in verschiedene Tranchen aufgeteilt wird, die durch den Cashflow der Vermögenswerte besichert werden. CDOs können einen festen oder variablen Kupon zahlen mit halbjährlicher, vierteljährlicher oder monatlicher Häufigkeit, wobei die vorrangigste Verbindlichkeit ein Rating von AAA bis A und eine nachrangige Schuld ein Rating von BBB bis B erhält und/oder als Erstverlust-Tranche ohne Rating eingestuft wird. Es gibt viele CDO-Arten. Einige sind durch einen breit gefächerten Pool, der aus einer einzigen Gruppe von Vermögenswerten (wie z.B. Hypotheken, Kredite an kleine und mittlere Unternehmen, große Unternehmen) oder aus einer Kombination von Vermögenswerten besteht. Aufgrund ihrer Komplexität können einige CDOs hinsichtlich ihres Ratings und ihres Marktwertes relativ unbeständig sein. So sind zum Beispiel CDOs, die durch die Tranchen anderer Verbriefungen, v.a. zweitklassiger Kredite (für Kreditnehmer mit schlechterer Bonität), sehr unbeständig und sind herabgestuft worden. Andere CDOs, wie z.B. die durch Firmenkredite besicherte CDOs, sind relativ beständig und bieten weiterhin hohe Rendite mit angemessener Stabilität.
Collateralised Mortgage Obligations (CMOs)
Collateralised Mortgage Obligations sind festverzinsliche Investitionen, die durch Hypotheken oder Hypotheken-Portfolios besichert werden. Ein konventionelles hypothekarisch besichertes Wertpapier hat einen Zinssatz und ein Fälligkeitsdatum. Eine durch ein Hypotheken-Portfolio besicherte CMO ist in vier Tranchen aufgeteilt, und jede Tranche hat einen unterschiedlichen Zins und eine unterschiedliche Laufzeit. Wie alle hypothekarisch besicherten Wertpapiere, unterliegen CMOs einem Zinsrisiko, d.h. ein Zinsveränderung kann Auswirkungen auf den Marktwert und den Tilgungssatz haben.
Commercial Mortgage Backed Securities (CMBS)
Commercial Mortgage Backed Securities werden durch Kredite auf Hotels, Mehrfamilienhäuser, Geschäftsgebäude, sowie Büro- und Gewerbeimmobilien besichert. Im Gegensatz zu privaten Hypothekenkrediten, ist bei gewerblichen Krediten eine vorzeitige Tilgung häufig erst nach zehn Jahren möglich, wodurch das Risiko einer vorzeitigen Tilgung reduziert wird. Jedoch ist bei gewerblichen Krediten das Ausfallrisiko höher.
Commercial Paper
Kurzfristige, ungesicherte Schuldverschreibungen, die durch ein Unternehmen oder eine Bank ausgegeben werden, um einen unmittelbaren, kurzfristigen Geldbedarf zu decken. Die Laufzeiten variieren im Allgemeinen zwischen 2 und 270 Tagen. Commercial Papers werden in der Regel von Unternehmen mit hohen Kreditratings ausgegeben und zum abgezinsten Nominalwert verkauft.
CUSIP, ISIN
CUSIP und ISIN sind Systeme, die eine eindeutige Kennzeichnung von Wertpapieren, einschließlich Anleihen, Commercial Papers, und Aktien ermöglichen. Nicht alle Emittenten nutzen die ISIN-Nummerierungsmethode.
Derivat
Derivate sind komplexe und vielfältige Finanzinstrumente, deren Wert sich als Reaktion auf Veränderungen der zugrunde liegenden Vermögenswerte, Zinssätze, Devisenkurse oder Indices verändert. Zu den wichtigsten Derivaten gehören Futures, Forwards, Optionen und Swaps. Derivate werden manchmal auch als "synthetische Wertpapiere" bezeichnet.
Deutsche Staatsanleihen bzw. Bunds
Anleihen der deutschen Staatsregierung werden als Bunds (Kurzform für Bundesanleihen) bezeichnet. Die Laufzeiten von Bundesanleihen reichen von vier bis 30 Jahre. Weitere Anleihen, wie z.B. Schuldverschreibungen des Bundes mit einer Laufzeit von fünf Jahren, genannt "Bobls" (Kurzform für Bundesobligationen), sowie Bundesschatzbriefe mit einer Laufzeit von zwei Jahren (genannt "Schätze") können ebenfalls von Einzelanlegern gekauft werden. In jüngster Vergangenheit wurden inflationsgebundene Staatsanleihen der deutschen Regierung zum Angebot auf dem Anleihenmarkt hinzugefügt. Die Emission deutscher Staatsanleihen wird in Europa als "Goldstandard" bzw. als Maßstab angesehen (selbst nach der Einführung des Euros).
Diskont
Unterschied zwischen dem Bezugspreis eines Wertpapiers und dem Kapitalbetrag bzw. Nennwert des Wertpapiers.
Diskontsatz
Leitzinssatz, den Zentralbanken für Tagesgelder an Geschäftsbanken und Mitgliedsbanken berechnen. Die Europäische Zentralbank konzentriert sich zur Inflations- und Konjunkturkontrolle im Euroraum auf drei Leitzinsen: dem Leitzins für kurzfristige Ausleihungen bei Hauptrefinanzierungsgeschäften, dem Zinssatz für Einlagefazilitäten, mit denen Banken kurzfristig Geld anlegen können, dem Zinssatz der Spitzenrefinanzierungsfazilitäten, die kurzfristige (Über Nacht) Kredite für Banken bieten. Die Zinssätze werden genau vom Markt beobachtet, da sie für eine Zentralbank eine wichtiges Instrument zur Steuerung der Inflation sind. Geschäftsbanken nutzen den Diskontsatz als Referenzwert für die Zinsen, die sie für andere Finanzinstrumente und Produkte, u.a. Geschäfts- und Kundenkredite, berechnen.
Diskontwechsel
Kurzfristige Obligation, die mit einem Diskont vom Nennwert begeben werden und deren Fälligkeiten von über Nacht bis 360 Tage reichen. Sie bieten keine regelmäßigen Zinszahlungen. Der Anleger erhält nach Ablauf der Laufzeit den Nennwert des Wechsels.
Diversifizierung
Eine Strategie, mit der Anleger Investitionen auf unterschiedliche Anlagenklassen und innerhalb jeder Anlagenklasse auf unterschiedliche Wertpapiere verteilen, um den Wert des gesamten Portfolios im Falle einer Veränderung der Konjunkturlage oder eines Konjunktureinbruchs zu schützen. So kann ein diversifiziertes Portfolio z.B. unterschiedliche Anleihenarten und/oder Rentenfonds mit unterschiedlichen Laufzeiten und Kupons enthalten.
Doppelwährungsanleihen
Doppelwährungsanleihen sind Anleihen, bei denen Tilgungszahlungen in einer Währung und Zinszahlungen in einer anderen Währung erfolgen. Diese Art der Anleihen wird für Auslandsanleihen verwendet, wenn ein Emittent Anleihen in einem anderen Land begibt und die Zinszahlungen in der Währung dieses Landes erfolgen, jedoch die Tilgungszahlungen in der Währung des Landes, in dem der Emittent ansässig ist, getätigt werden.
Downgrading-Risiko bzw. Kreditrisiko
Ein Downgrade bedeutet, dass eine Rating-Agentur ihr Rating einer Anleihe herabstuft, zum Beispiel, wenn ein Rating der Agentur Standard & Poor's von B auf CCC herabgestuft wird. Downgrades werden normalerweise von einem Kursrückgang der Anleihe begleitet und können eine Anleihe von einem Investment-Grade Rating zu einem Spekulative-Grade Rating verändern. In einigen Fällen zieht der Markt Downgrades durch Anbieten niedrigerer Kurse vor, bevor das eigentliche Rating von der Agentur bekannt gegeben wird. Bevor Anleihen herabgestuft werden, werden sie oftmals von den Agentur unter "Kreditbeobachtung" gestellt, was häufig auch einen Kursrückgang nach sich zieht.
Economic indicator
Statistische Messgröße für die aktuelle Situation einer Volkswirtschaft. Frühindikatoren, z.B. Indikatoren für das Verbrauchervertrauen, Fabrikaufträge oder die Geldmenge, können eine kurzfristige konjunkturelle Stärke oder Schwäche anzeigen. Spätindikatoren, z.B. Indikatoren für Unternehmensausgaben oder Arbeitslosenzahlen, bewegen sich mit einer Stärkung bzw. Schwächung der Konjunktur nach oben bzw. unten. Gemeinsam bieten Konjunkturindikatoren ein Bild der gesamten Lage einer Volkswirtschaft oder eines Wirtschaftsraums und davon, wie Anleihenkurse und Rendite betroffen sein können.
Effektiver Verkauf
Ein tatsächlicher Verkauf, im Unterschied zu einem gesicherten Darlehen, was bedeutet, dass nicht erwartet wird, dass Vermögenswerte, die an eine Zweckgesellschaft übertragen werden, mit den Vermögenswerten des Sponsors für den Fall zusammengelegt werden, dass der Sponsor in Konkurs gerät. Rating-Agenturen erfordern in der Regel ein sogenanntes Realverkaufsgutachten von einer Anwaltskanzlei an, bevor die Wertpapiere ein höheres Rating als das des Sponsors erhalten können.
Eingebettete Option
Eine Klausel innerhalb einer Anleihe, die entweder dem Emittenten oder dem Inhaber der Anleihe eine Option gibt, Schritte gegen die andere Partei zu unternehmen. Die häufigste eingebaute Option ist die Rückkaufoption, die dem Emittenten das Recht gibt, eine Schuldverschreibung bereits vor dem Ablauf der Laufzeit zurückzukaufen oder zu kündigen.
Eintrittswahrscheinlichkeit
Die Eintrittswahrscheinlichkeit für Unternehmen und Branche enthält verschiedene unglückliche Umstände, die die Fähigkeit eines Unternehmens, seine Schuldscheine pünktlich zurückzuzahlen, beeinflussen können. Dazu gehören schlechte Unternehmensführung, Veränderungen in der Unternehmensführung, Veränderungen im Markt des Unternehmens vorherzusehen, steigende Rohstoffkosten, Vorschriften und neue Konkurrenten. Ereignisse, die sich nachteilig auf einen gesamten Wirtschaftszweig auswirken, können sich pauschal auf die Anleihen aller Mitglieder der Branche auswirken. Andere Anleihenarten verfügen über eine Eintrittswahrscheinlichkeit, due durch die Möglichkeit des Eintritts unerwarteter Ereignisse, wie z.B. Naturkatastrophen oder durch Menschen verursachte Katastrophen, erzeugt wird.
Emissionsdatum
Emissionsdatum einer Anleihe, ab dem der erste Inhaber einer Anleihe zum Erhalt von Zinsen berechtigt ist.
Emissionskurs
Kurs, zu dem die Mitglieder eines Emissionskonsortium eine Neuemission von Wertpapieren für Anleger anbieten werden.
Emissionsmarkt
Markt für Neuemissionen, wenn Emittenten Anleihen zum ersten Mal an Anleger verkaufen.
Emissionsprospekt
Unterlagen, die potentiellen Anlegern in Finanzinstrumente wie z.B. Aktien, Anleihen, Rentenfonds, Investmentfonds, etc. bereitgestellt werden. Der Emissionsprospekt enthält Einzelheiten zu den Zielen der Anlage, der Anlageform, frühere Leistung, Informationen zur Investmentgesellschaft bzw. Verwaltern, usw.
Emittent
Begebende Einheit einer Schuldverschreibung, die zur Zahlung von Kapital und Zinsen verpflichtet ist.
Endfällige Anleihe
Eine Anleihe, die in einem einzigen Betrag am Ende der Laufzeit getilgt wird.
Endfälligkeitstermin
Termin, an dem das Kapital an die Anleger gezahlt werden muss, und der nach dem erwarteten Fälligkeitstermin liegt. Auch bekannt als gesetzlicher Fälligkeitstermin.
Erfüllungstag
Termin für die Lieferung von Wertpapieren und Auszahlung das Kapitals.
Ertragskurve
Grafisches Diagramm, welches die Rendite aus einer Anleihe über ein bestimmtes Spektrum an Laufzeiten (von drei Monaten bis 30 Jahre) hinweg anzeigt. Die graphische Darstellung der Rückzahlungsrendite auf Anleihen in der Reihenfolge ihrer Rückzahlungstermine erzeugt eine Kurve, die das Verhältnis zwischen Renditen und Fälligkeitsterminen für ähnliche Anleihen zu einem vorgegebenen Zeitpunkt anzeigt. Dadurch erhalten Anleger eine übersichtliche Vergleichsmöglichkeit der Rendite von kurz-, mittel- und langfristigen Anleihen. Die Zinsertragskurve für US-Treasuries wird in der Regel als Referenzindikator zur Bestimmung zukünftiger Zinssätze und Renditen für andere Schuldverschreibungen verwendet.
Ertragsspanne
Differenz zwischen den Renditen zweier Anleihen bzw. Anleihenindices.
Erwarteter Fälligkeitstermin
Datum, für das die Zahlung des Kapitals an die Anleger vorgesehen ist. Es basiert auf Annahmen zur Sicherheitsleistung.
EURIBOR (Euro InterBank Offered Rate)
EURIBOR ist der Zinssatz, der für Termingelder in Euro bei Interbankgeschäften im Euroraum berechnet wird. Da die Banken, die an der Ermittlung des EURIBOR beteiligt sind, zu den größten und kreditwürdigsten am EU-Kapitalmarkt gehören, sind diese Sätze zu wichtigen Bezugswerten für kurzfristige Zinssätze für Hypotheken und anderer Kundenkredite im Euroraum geworden.
Euro
Name der gemeinsamen Währung in der Europäischen Währungsunion, die seit 2002 die Länderwährungen der teilnehmenden Staaten ersetzt. Demarkiert mit EURO oder €.
Euroanleihe
Tatsächlich sind Euroanleihen Anleihen, die nicht der Währung des Emissionslandes entsprechen. Sie werden für gewöhnlich in mehr als einem Land ausgegeben und in den internationalen Finanzzentren gehandelt. Überstaatliche Organisationen und Unternehmen sind wichtige Emittenten auf dem Euroanleihenmarkt.
Europäische Kommission (EK)
Die Europäische Kommission ist die Institution der Europäischen Gemeinschaft, die umfangreiche Richtlinien für die Wirtschaftspolitik in der Gemeinschaft vorschlägt, die öffentlichen Finanzen überwacht und Verfahren im Falle von übermäßigen Defiziten einleitet.
Europäische Union (EU)
Die Europäische Union, früher bekannt als Europäische Gemeinschaft (EG) oder Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG), ist ein wirtschaftliches und politisches Bündnis europäischer Staaten unter einer gemeinsamen Gesetzgebung zur Schaffung wirtschaftlicher Stabilität und zur Verbesserung der politischen, wirtschaftlichen und sozialen Zusammenarbeit. Zum Entscheidungsprozess der EU gehören eine Reihe von Institutionen, u.a. der Europäische Rat, das EU-Parlament und die EU-Kommission. Einige Länder der Europäischen Union, wie z.B. Dänemark und Großbritannien, haben den Euro nicht als ihre Währung angenommen.
Europäische Zentralbank (EZB)
Zentralbank der Europäischen Währungsunion, deren Mitgliedsstaaten den Euro als Währung angenommen haben. Der Hauptsitz der EZB befindet sich in Frankfurt, Deutschland. Die EZB überwacht die Geldpolitik, gibt die Währung aus und legt kurzfristige Leitzinsen mit dem Ziel der Preisstabilität und Inflationskontrolle fest.
Euroraum
Mitgliedstaaten der Europäischen Union, die den Euro als einzige Währung angenommen haben und in denen eine einzige Geldpolitik unter der Verantwortung der Europäischen Zentralbank angewendet wird. Da sie eine gemeinsame Währung teilen, wird in den Ländern der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU) die gleiche Geldpolitik angewendet. Diese Einheitlichkeit wirkt sich auf Länderebene jedoch nicht auf alle wirtschaftlichen, bestimmenden und fiskalischen Bereiche, einschließlich Besteuerung, aus.
Exchange traded funds (ETFs)
Exchange-traded funds (ETFs) mit festem Ertrag, deren Anteile an wichtigen Börsen gehandelt werden, sind eine Sonderform des Investmentfonds, der zur Verfolgung der Entwicklung eines bestimmten Anleihenmarktindex entwickelt wurde. Unterschiedliche ETFs bieten Anlegern die Möglichkeit eine breite oder gezielte Präsenz auf dem Anleihenmarkt zu erzielen. ETFs werden außerdem von Finanzunternehmen erstellt und verwaltet, jedoch nicht zwangsläufig von den selben Institutionen, die den Index, auf dem sie basieren, erstellen und verwalten. Bekannte Markennamen von ETFs sind u.a. iShares, SPDRs (kurz für Standard & Poor's Depositiory Receipts, auch bekannt als Spiders), Diamonds und Vipers. ETFs, die auf Aktienindices basieren, sind geläufiger, jedoch beinhalten einige dieser Markennamen auch festverzinsliche ETFs. Im Gegensatz zu den meisten Anleihen, werden ETFs an geregelten Börsen gehandelt, daher auch der Name exchange-traded funds (an der Börse gehandelte Fonds).
Fälligkeit
Die Fälligkeit einer Anleihe verweist auf ein bestimmtes Datum in der Zukunft, an dem das Kapital des Anlegers zurückgezahlt wird. Die Fälligkeiten von Anleihen reichen in der Regel von einem Tag bis zu 30 Jahren. Es gibt einen Euro-Markt auf dem Anleihen mit Laufzeiten von bis zu 50 Jahren gehandelt werden. In einigen Fällen wurden Anleihen mit Laufzeiten bis zu 100 Jahren begeben. Die unterschiedlichen Laufzeiten werden oft wie folgt unterteilt:
Fälligkeitstermin
Der Fälligkeitstermin ist der Tag, an dem die Laufzeit einer Anleihe endet und der Kapitalbetrag eines Wertpapiers gemeinsam mit der letzten Zinszahlung fällig ist. Die meisten Anleihen haben einen festen Fälligkeitstermin (obwohl viele schon vor der Fälligkeit zurückgekauft werden können). Auch bekannt als Tilgungstermin.
Federal Funds Rate
Zinssatz, der von amerikanischen Banken für Kredite an andere Banken berechnet wird. Aufgrund ihrer Fähigkeit Währungsreserven aus dem amerikanischen Bankensystem abzuziehen oder hinzuzufügen, hat die amerikanische Zentralbank, die Federal Reserve, eine gute Kontrolle über diesen Zinssatz. Veränderungen der amerikanischen Federal Funds Rate werden manchmal von Ökonomen und Anlegern auf Hinweise für die Absichten der amerikanischen Federal Reserve untersucht.
Festverzinsliche Anleihen
Auch bekannt als klassische oder Plain-Vanilla-Anleihe. Diese Anleihe zahlt über einen festgelegten Zeitraum hinweg bis zur Fälligkeit einen regelmäßigen, festen Zins. Das Kapital wird am Fälligkeitstermin zurückgezahlt.
Forderungsgesicherte Anleihen bzw. Wertpapiere
Forderungsbesicherte Wertpapiere (engl.: asset-backed securities, kurz ABS) sind Anleihen oder Wechsel, die durch andere Vermögenswerte als private oder gewerbliche Hypothekenkredite besichert sind. Normalerweise bestehen diese Vermögenswerte aus Forderungen (außer Forderungen aus Hypothekenkrediten) aus z.B. Kreditkarten, Autokrediten und Kundenkrediten. Forderungsbesicherte Wertpapiere sind ein relativ neues, jedoch wachsendes Segment des Marktes für Schuldverschreibungen in Europa.
Französische Staatsanleihen
Staatsanleihen der französischen Regierung sind auch als OATs (Obligations Assimilables du Trésor) bekannt und sind langfristige Anleihen. Es gibt auch kurzfristige Anleihen genannt BTF (Bons du Trésor à taux fixe et à intérët précompté©) sowie BTANs (Bons du Trésor à taux fixe et à intérët annuel), mittelfristige Anleihen mit Laufzeiten von zwei bis fünf Jahren. Die Agence France Trésor (ATF) ist die Abteilung des französischen Finanzministeriums, die für die Verwaltung der Staatsschuld und der Staatskasse verantwortlich ist.
Fremdwährungsabhängige Anleihen
Fremdwährungsabhängige Anleihensind Anleihen, die im Zusammenhang mit Wechselkursänderungen stehen. Im Gegensatz zu Fremdwährungsanleihen, bei denen alle Zahlungen in der jeweiligen Währung erfolgen, hängt bei fremdwährungsabhängigen Anleihen der Betrag mit einem Wechselkurs zusammen. Diese Art der Anleihe wird in Ländern mit einer instabilen oder schwachen Währung verwendet.
Frühzeitiges Kündigungsrisiko
Risiko für Anleger in Anleihen, dass hochspekulative Anleihen frühzeitig gekündigt werden, und Erträge daher zu einem niedrigeren Zins neu investiert werden müssen.
Frühzeitiges Tilgungsrisiko
Die meisten durch Vermögenswerte besicherten Wertpapiere unterliegen einer frühzeitigen Tilgung - auch bekannt als Auszahlung oder frühzeitige Kündigung. Die folgenden Ereignisse können u.a. eine frühzeitige Tilgung verursachen: unzureichende Zahlungen des Anleihenehmers, unzureichender Zinsüberschuss, ein Anstieg der Ausfallquote der zugrunde liegenden Kredite über ein vorgegebenes Niveau, ein Rückgang der erhältlichen Kreditverbesserungen unter ein vorgegebenes Niveau, sowie die Insolvenz des Sponsors oder des Dienstleisters.
Futures (Termingeschäfte)
Ein Finanztermingeschäft ist ein Vertrag, in dem vereinbart wird, eine bestimmte Menge eines zugrunde liegenden Finanzinstrumentes zu einem bestimmten Preis an einem bestimmten Tag in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Der Preis wird zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses vereinbart. Es gibt in der Regel drei wichtige Arten der Finanztermingeschäfte: Zinsterminkontrakte, Terminkontrakte auf Börsenindeces oder Devisenterminkontrakte. Da Termingeschäfte komplex und riskant sind und die möglichen Verluste sich nicht auf die ursprüngliche Anlage beschränken, sind Futures-Produkte nicht für viele Privatanleger geeignet.
Garantieschein
Anleihe, die die Leistung einer anderen Anleihe besichert. Auf dem Markt für durch Vermögenswerte besicherte Wertpapiere ist ein Garantieschein eine Versicherungspolice eines regulierten Anleiheversicherers (Monoliner) und schützt die Wertpapierinhaber vor Schlechterfüllung.
Gefallener Engel
Eine Unternehmensanleihe, die bei ihrer Emission ein Investment-Grade Rating von einer Rating-Agentur, wie z.B. Standard & Poor's oder Moody's, erhielt, jetzt jedoch aufgrund einer verschlechterten finanziellen Lage herabgestuft wurde.
Geldkurs (und Briefkurs)
Der Geldkurs ist der Kurs, den ein Käufer, Broker oder Market-Maker für den Kauf einer Anleihe anbietet. Der Briefkurs ist der Preis, zu dem der Broker oder Market-Maker bereit ist zu verkaufen. Die Differenz zwischen den beiden Kursen wird als Spread bezeichnet. Geld- und Briefkurse werden manchmal auch "Notierung" genannt.
Gesamtertrag
Eine Messgröße des Ertrags aus einer Anleihe, die sowohl Zins- als auch Kursentwicklungen berücksichtigt. Der Gesamtertrag wird als auf Jahresbasis umgerechneter Prozentsatz, der Kosten der Investition ausgedrückt, dargestellt und ist die Kombination des Jahresertrages einer Anlage plus oder minus des Kapitalgewinns oder -verlusts und setzt voraus, dass alle Zinsen in die Anlage zurückinvestiert werden.
Geschlossener Investmentfonds
Ein Investmentfonds mit einer begrenzten Anzahl an Fondsanteilen, die als börsennotierte Wertpapiere an einer Börse gehandelt werden. Nach der Erstemission können existierende Fondsanteile nur von existierenden Anteilsinhabern gekauft werden.
Gilts bzw. Britische Staatsanleihen
Staatsanleihen des Vereinigten Königreichs werden auch Staatspapiere (gilt-edged securities oder gilts) und manchmal auch langfristige Staatspapiere (Treasury Stock) genannt. Gilts werden vom britischen Debt Management Office (Amt für Schuldenverwaltung) im Auftrag des britischen Finanzministeriums ausgegeben und an der Londoner Börse gehandelt. Die meisten Gilts werden mit einem festen Zinssatz für die Laufzeit der Anleihe verkauft, halbjährlich gezahlt, und der Nennwert wird nach Ende der Laufzeit vollständig zurückgezahlt (sog. "bullets" = endfällige Anleihe). Staatsanleihen der britischen Regierung gelten als eine der Anleihen mit der höchsten Qualität weltweit, da Großbritannien noch bei keiner Emission in Zahlungsverzug geraten ist (obwohl die Ergebnisse der Vergangenheit nicht als Garantie für das Ausbleiben eines Zahlungsverzugs angesehen werden können).
Globalanleihe
Globalanleihen sind Anleihen, die gleichzeitig in verschiedenen Währungen begeben werden.
Handelsbilanz
Dieses ist die Differenz zwischen dem Wert der Importe und dem der Exporte einer Region in einem bestimmten Zeitraum. Importiert die Europäische Union oder ein bestimmtes Land mehr als sie exportiert, besteht ein Handelsbilanzdefizit. Wird in der EU mehr exportiert als importiert, liegt ein Handelsbilanzüberschuss vor.
Hedge-Fonds
Anlageform, deren Ziel es ist, die Auswirkungen ungünstiger Zins- oder Wertpapierkursbewegungen zu minimieren.
Hochverzinsliche Anleihe
Es gibt zwei Kategorien der Unternehmensanleihen für Investoren -- Investment-Grade Unternehmensanleihen (bekannt als empfohlene Anleihen) und Speculative-Grade Anleihen (auch bekannt als hochspekulative Anleihen, High-Yield Anleihen oder Junk Bonds). Speculative-Grade Anleihen werden von Unternehmen ausgegeben, denen ein geringeres Maß an Kreditqualität zugesprochen wird, im Vergleich zu den Investment-Grade Unternehmen, die ein besseres Rating erhalten. Speculative-Grade verweist auf die Tatsache, das Banken ursprünglich nicht in Anleihen außerhalb der vier Investment-Grade Ratings investieren durften, da diese als zu spekulativ, als zu riskant angesehen wurden. Die Speculative-Grade Kategorie besitzt sechs Ratings.
Illiquide
Ein Markt wird als illiquide bezeichnet, wenn nicht ausreichend Geld im Umlauf ist, um finanzielle Schulden oder Verpflichtungen zu erfüllen. Im Zusammenhang mit Anleihen bzw. anderen Anlageformen bedeutet illiquide, dass eine Anleihe bzw. andere Anlageform nicht schnell in Geld oder nahe am aktuellen Marktkurs umgewandelt werden kann. Liquide Anlageformen bzw. Vermögenswerte zeichnen sich dadurch aus, dass sie schnell ohne größere Auswirkungen auf den Preis des Vermögenswertes in Bargeld umgewandelt werden können.
Index
Eine Methode zur Berichterstattung von Veränderungen auf einem Finanzmarkt, auf gemeinsamen Märkten oder in einer Volkswirtschaft. In der Regel werden diese Veränderungen in Prozent und als Punkteveränderung (nach oben (+) oder nach unten (-)) ausgedrückt. Es gibt viele Markt- und Konjunkturindices, von denen jeder einen unterschiedlichen Datensatz verfolgt und misst. Jeder Index verfolgt Veränderungen ab einem bestimmten Datum. Anleger und Finanzexperten können einen bestimmten Index als Leistungsmaßstab anwenden, gegen den die Erträge aus Investitionen, die den im Index gemessenen Investitionen ähneln, gemessen werden. Indices können gewichtet werden, d.h. gewissen Faktoren der Daten im Index wird mehr Bedeutung bzw. Gewichtung zugemessen.
Index-Fonds
Die Aufgabe eines Anleihenindex-Fonds besteht darin, die Leistung eines bestimmten Anleihenindex wiederzuspiegeln, indem er mit dem Index Schritt hält und ihn nicht leistungsmäßig überholt.
Indexgebundene Anleihen
Anleihen, deren Nennwert und Zinszahlungen an einen Index gebunden sind. Die bekanntesten Anleihen dieser Art sind inflationsgebundene Anleihen, bei denen der Nennwert und die Zinszahlungen an den Verbraucherpreisindex gebunden sind und der Anleger somit einen inflationsgeschützten Ertrag erhält. Viele Staatsregierungen begeben heute inflationsgebundene bzw. indexgebundene Anleihen. Die Funktionsweise indexgebundener Anleihen unterscheidet sich von Land zu Land.
Inflation
Rate des Preisniveauanstiegs bei Waren und Dienstleistungen. Die Messung erfolgt auf das Jahr umgerechnet.
Inflationsrisiko
Risiko für Anleger in Anleihen, dass sich der feste Wert der Anleihen durch einen nachhaltigen Anstieg der Inflationsrate reduzieren kann.
Inhaberschuldverschreibung
Eine Anleihe, die nicht registriert ist und deren Besitzer nicht identifiziert ist. Es wird angenommen, dass der Inhaber auch der Besitzer ist. Inhaberpapiere sind frei übertragbar, da das Eigentum durch die Übergabe des Wertpapiers schnell vom Verkäufer auf den Käufer übertragen werden kann. Mit Hilfe von Inhaberschuldverschreibungen können die Investoren anonym bleiben. Euroanleihen sind ein Beispiel für Inhaberschuldverschreibungen.
Institutionelle Anleger
Große Organisationen, die über erhebliches Investitionskapital verfügen, wie z.B. Versicherungsunternehmen, Rentenfonds, Investmentgesellschaften und Investmentfonds. Institutionelle Anleger tragen den Großteil zum Gesamtvolumen auf den Anleihenmärkten bei.
Investmentfonds
Ein Investmentfonds verfügt über ein festes Anlage-Portfolio, das sich während der gesamten Laufzeit des Fonds nicht verändert. Die Auszahlung der Investitionen innerhalb des Investmentfonds bietet den Anlegern ein beständiges, regelmäßiges Einkommen.
Investmentfonds (Offene Investmentgesellschaft - OEIC bzw. ICVC - und SICAV)
Anleger in Investmentfonds, die von Anlageverwaltungsunternehmen verwaltet werden, erhalten Anteile an einem Fonds, dessen Kurs täglich errechnet wird (Wert des Fonds-Portfolios dividiert durch die Anzahl der Anteile). In Europa gibt es unterschiedliche rechtliche Formen dieser Fonds.
Investmentgrade
Anleihen, die für umsichtige Anleger, welche das investierte Kapital bewahren wollen, geeignet sind. Zu den Investment-Grade Anleihen gehören die Anleihen, die mindestens ein Baa3-Rating von Moody's und mindestens ein BBB-Rating von Standard & Poor's und Fitch Ratings erhalten.
ISIN, CUSIP
ISIN und CUSIP sind Systeme, die eine eindeutige Kennzeichnung von Wertpapieren, einschließlich Anleihen, Commercial Papers, und Aktien ermöglichen. Nicht alle Emittenten nutzen die ISIN-Nummerierungsmethode.
Italienische Staatsanleihen bzw. BTPs
Anleihen der italienischen Staatsregierung werden vom Dipartimento del Tesoro begeben. Das Ministerium für Wirtschaft und Finanzen gibt unterschiedliche Arten von Staatsanleihen heraus, die sowohl von Einzelanlegern als auch von institutionellen Anlegern gekauft werden: kurzfristige BOT-Anleihen (Buoni Ordinar del Tesoro) mit Laufzeiten bis zu 365 Tage: CTZ's (Certificati del Tesoro Zero Coupon), die genau wie BOT's Nullkuponanleihen sind, mit Laufzeiten von 24 Monaten, BTPs, italienische Schuldverschreibungen (Buoni del Tesoro Poliennali) mit Laufzeiten von drei, fünf, zehn, fünfzehn, und dreißig Jahren, und CCT, kurzfristige Schatzwechsel (Certificati di Credito del Tesoro), Wertpapiere mit variabler Verzinsung und einer Laufzeit von 7 Jahren.
Jahresdurchschnittsrendite
Die Jahresdurchschnittsrendite ist der durchschnittliche Jahresertrag aus einer Investition, wie z.B. einer Anleihe, ausgedrückt in Prozent. Zur Ermittlung der Jahresdurchschnittsrendite werden alle Erträge aus einer Investition addiert und die Summe durch die Anzahl der Jahre, in denen das Geld angelegt war, dividiert. Erhält man, zum Beispiel, jedes Jahr € 10 Zinsen für eine € 1000 Anleihe über einen Zeitraum von zehn Jahren, ist die Jahresdurchschnittsrendite 1% (€ 10 ÷ € 1000 = 0,01 oder 1%).
Junk-Bond
Der Begriff Junk-Bond verweist in einigen Fällen auf alle hochverzinslichen Anleihen, d.h. die Anleihen, deren Rating unterhalb von Investmentgrade liegt oder die gar kein Rating besitzen. In anderen Fällen bezieht sich der Ausdruck auf die hochverzinslichen Anleihen mit den geringsten Bonitäten. Viele der heutigen hochverzinslichen Anleihen, vor allem die mit einem Ba-Rating von Moody's bzw. einem BB-Rating von anderen Rating-Agenturen, werden nicht mehr als "Junk" (Schrott) angesehen.
Kapital
Betrag des Nennwerts einer Anleihe, den der Kreditnehmer an den Kreditgeber/Anleger bei Fälligkeit zahlen muss.
Kapitalmärkte
Kapitalmärkte sind die elektronischen und physikalischen Märkte, auf denen Anleihen und andere Finanzinstrumente, wie z.B. Aktien und Waren, an Anleger verkauft werden. Institutionen, wie z.B. Regierungen und Unternehmen, nutzen die Kapitalmärkte zur Beschaffung von Geldern durch Emissionen von Anleihen und Aktien oder durch private Platzierungen von Wertpapieren bei institutionellen Anlegern wie z.B. Rentenfonds und Versicherungsunternehmen.
Kautionsversicherung, Kreditversicherung
Die Kreditqualität kann durch eine Kautionsversicherung, die manchmal auch als Kreditversicherung bekannt ist, verbessert werden. Spezialisierte Versicherungsunternehmen für den Markt für festverzinsliche Wertpapiere garantieren die Zahlung von Kapital und Zinsen auf Anleihen, die sie versichert haben. Die Bonität der meisten Kautionsversicherer wurde von mindestens einer angesehenen Rating-Agentur mit einem AAA-Rating bestätigt, obwohl einige Kautionsversicherer ein geringeres Kredit-Rating haben. In beiden Fällen erhalten die versicherten Anleihen basierend auf dem Kapital und den Mitteln des Versicherers zur Zahlung von Ansprüchen das gleiche Rating. Der Bereich für Kautionsversicherungen und der Markt für versicherte Anleihen hat in Europa stark zugenommen, obwohl auch in diesem Bereich die Turbulenzen auf dem Markt zu spüren sind. Es wird erwartet, dass Bemühungen zur Rentenreform in Europa die Nachfrage nach Anleiheversicherungen erhöhen wird, da eine Versicherung der komplexen Rentenfinanzierungsstruktur das Anlegervertrauen erhöhen und die Kreditqualität der ausgegebenen Anleihe verbessern kann. In den USA konzentrieren sich die Versicherungsaktivitäten auf den Markt für Kommunalanleihen, wenngleich Kautionsversicherer ebenfalls Versicherungen für den Markt für hypothekarisch und forderungsbesicherte Wertpapiere bieten.
Kleinanleger
Privatanleger, die kleinere Geldsummen auf dem Markt investieren als institutionelle Anleger.
Kommunalanleihe
Anleihen auf dem Markt für Kommunalanleihen werden von Regierungen unterhalb der Staatsebene, z.B. Regionen, Provinzen, Bundesländer, Gemeinden, usw., ausgegeben. In Europa wird der Markt für Kommunalanleihen hauptsächlich von Behörden und überstaatlichen Organisationen, wie z.B. der Weltbank, der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und der Europäischen Investitionsbank (EIB) dominiert. Da sich die europäischen Länder sich und mehr zu einem Markt zusammenschließen, erfahren auch die Märkte für Kommunalanleihen ein starkes Wachstum.
Kommunalobligation
Eine Amerikanische Kommunalanleihe, die durch die Zusicherung des vollen Vertrauens, der Bonität und des Rechts der Steuererhebung des Emittenten besichert ist.
Konjunkturrisiko
Das Konjunkturrisiko beschreibt die Anfälligkeit einer Anleihe bei einem konjunkturellem Abschwung. Nahezu alle hochverzinslichen Anleihen unterliegen einem Konjunkturrisiko. In einer Rezession verlieren hochverzinsliche Anleihen in der Regel mehr Kapitalwert als Investment-Grade Anleihen. Wenn die Anleger wegen ihrer Investition in Anleihen von geringerer Qualität nervös werden, tauschen sie diese möglicherweise in Schuldverschreibungen von höherer Qualität, wie z.B. Staatsanleihen und Investment-Grade Unternehmensanleihen, ein. Diese "Flucht in die Qualität" betrifft vor allem die Emittenten von hochverzinslichen Anleihen.
Konvexität
Eine Messung dafür, wie sensibel eine Anleihe auf Änderungen beim Zinssatz reagiert. Konvexität ist die Höhe der Änderung einer Duration (Preisvolatilität) einer Anleihe und zeigt, wie stark sich auf Antwort auf eine Preisänderung die Rendite einer Anleihe ändert. Die meisten Anleihen haben einen Festkupon und das Fälligkeitsdatum hat eine positive Konvexität. Bei Anleihen mit einer negativen Konvexität schwanken die Preise mehr nach oben und unten als bei denen mit positiver Konvexität. Konvexität kann auch dafür verwendet werden, um Anleihen mit der gleichen Rendite und Duration zu vergleichen.
Kredit-Rating
Kennzeichnungen, die von Kredit-Rating-Agenturen angewendet werden, um eine relative Angabe zur Kreditqualität eines Anleiheemittenten durch die Beurteilung des Emittenten hinsichtlich einer bestimmten Reihe von Zielkriterien, wie z.B. die finanzielle Situation des Unternehmens und die Fähigkeit Schuldverschreibungen zurückzuzahlen, vornehmen zu können. Jede große Ratingagentur in Europa und den USA, wie z.B. Standard & Poor's, Moody's und Fitch Ratings, verwendet in gewissem Maße unterschiedliche Beurteilungskriterien für Emittenten, die Zusammenfassung der Beurteilung erfolgt jedoch in einem Spektrum von der höchsten Qualität des Investitionsgrades zum Spekulationsgrad oder von AAA (Aaa) bis D. Anleihen mit mindestens einem BBB-Rating oder höher werden als Investmentgrad berücksichtigt. Wertpapiere mit einem BB-Rating oder darunter werden den hochverzinslichen oder Wertpapieren mit niedrigem Investmentgrad zugeordnet. Das Rating hat in der Regel Auswirkungen auf den Zinssatz, den ein Emittent zahlen muss, um Investoren anzuziehen - Emittenten mit einem niedrigeren Rating zahlen höhere Zinsen.
Kreditrisiko
Das Risiko für Anleger in Anleihen, dass der Emittent mit seiner Verpflichtung ausfällt (Ausfallrisiko), oder dass der Wert der Anleihe sinkt und/oder die Kursentwicklung im Vergleich mit anderen Anleihen schlechter abschneidet. Dieses geschieht entweder aufgrund einer wahrgenommenen Risikozunahme, dass der Emittent ausfallen wird (Credit Spread-Risiko) oder dadurch dass das Kredit-Rating eines Unternehmens herabgestuft wird (Downgrade-Risiko).
Kupon
Dieser Teil einer Anleihe zeigt den fälligen Zinsbetrag an, das Fälligkeitsdatum und wo die Zahlung erfolgen wird. Anleihen mit Kupons werden auch Inhaberschuldverschreibungen genannt, da der Inhaber (des Kupons) zum Erhalt des Zinsertrages der Anleihe berechtigt ist. Während die meisten neuen Anleihen elektronisch registriert werden und nicht ausgegeben werden und physische Kupons dadurch zunehmend seltener werden, bezeichnen Händler und Anleger den auf einer Anleihe angegebenen Zinssatz oftmals noch als "Kupon". Nullkuponanleihen haben keinen Kupon. Ihr Ertrag basiert auf der Tatsache, dass sie weit unter ihrem Rückkaufswert verkauft werden.
Kursrisiko bzw. Währungsrisiko
Anleger, die in Anleihen investieren, die nicht in der Währung ihres Heimatlandes ausgestellt sind, werden mit einem Währungsrisiko bzw. Wechselkursrisiko konfrontiert, da der Wert ihrer Investitionen je nach Verhalten des Wechselkurses der Währung steigen oder sinken könnte.
Kursrisiko bzw. Währungsrisiko(2)
Anleger, die in Anleihen investieren, die nicht in der Währung ihres Heimatlandes ausgestellt sind, werden mit einem Währungsrisiko bzw. Wechselkursrisiko konfrontiert, da der Wert ihrer Investitionen je nach Verhalten des Wechselkurses der Währung steigen oder sinken könnte.
Laddering
Anlagestrategie zur Reduzierung der Auswirkungen des Zinsrisikos. Dabei wird ein Portfolio durch unterschiedliche Anleiheemissionen mit unterschiedlichen Laufzeiten strukturiert.
Länderrisiko
Das Risiko, dass die Regierung des Landes, welche eine Anleihe ausgegeben wird, Schritte unternimmt, die dem Wert der Anleihe schaden werden.
Laufende Rendite
Verhältnis der jährlichen Zinszahlung aus einer Anleihe mit dem tatsächlichen Marktwert der Anleihe, angegeben in Prozent. Zum Beispiel, eine Anleihe mit einem aktuellen Marktwert von € 1000, die € 80 pro Jahr an Zinsen zahlt, besitzt eine laufende Rendite von 8%.
Laufende Rendite bzw. einfache Rendite bzw. Ertragsrendite
Der Zins einer Anleihe ausgedrückt als Prozentsatz vom Kurs der Anleihe. Zum Beispiel: eine Anleihe mit einer Laufzeit von 20 Jahren und einem Zins von 6% und einem Kurs von 120 hat eine einfache Rendite von 5% (6 x 100/120).
Laufzeit
Auswirkung, die eine Zinsveränderung von 1% auf den Marktwert einer Anleihe hat. Die Laufzeit berücksichtigt die Zinszahlungen einer Anleihe durch Messung der Anleihekursschwankungen und wird in Jahren angegeben. Zum Beispiel bedeutet eine Laufzeit von 5 Jahren, dass der Wert einer Anleihe um 5% sinken wird, wenn der Zins um 1% ansteigt, und dass der Wert um 5% zunimmt, wenn der Zins um 1% abnimmt.
Laufzeitrisiko
Die Laufzeit einer Anleihe ist das Maß ihrer Kursempfindlichkeit, mit der sie auf Zinsveränderungen reagiert, und basiert auf der Durchschnittszeit bis zur Fälligkeit ihrer Zins- und Kapitalzahlungen. Die Laufzeit ermöglicht Investoren eine einfache Vergleichbarkeit von Anleihen mit unterschiedlicher Fälligkeit und Zinssätzen durch Anwendung einer einfachen Regel: mit jeder prozentualen Zinsveränderung, verringert sich der Wert der Anleihe um die veränderte Laufzeit, angegeben in Prozent. Die veränderte Laufzeit ist die ungefähre prozentuale Veränderung eines Anleihekurses für jedes Prozent der Veränderung der Rendite unter der Annahme dass Veränderungen der Rendite den erwarteten Zahlungsstrom nicht verändern. Zum Beispiel: eine Investition mit einer veränderten Laufzeit von 5 Jahren erfährt einen Wertzuwachs um 5% für jedes Prozent, das es an Zinsen verliert; der Wert sinkt um 5% für jedes Prozent, um das der Zinssatz steigt.
Leverage
Verwendung von geliehenem Geld zur Verbesserung der Anlagefähigkeit.
LIBOR (London Interbank Offered Rate)
LIBOR ist die Abkürzung für London Interbank Offered Rate und ist der Index an Zinssätzen, die Banken untereinander auf dem Londoner Finanzmarkt für Laufzeiten von über Nacht bis zu einem Jahr anbieten. LIBOR-Sätze sind standardmäßige weltweite Bezugswerte für kurzfristige Zinssätze und werden in britischen Pfund (GBP), US-Dollar (USD) und vielen anderen Währungen angegeben.
Liquidität bzw. Marktfähigkeit
Messwert für die relative Einfachheit und Geschwindigkeit, mit der ein Wertpapier auf dem Sekundärmarkt zu einem Preis, der angemessen nahe an seinem tatsächlichem Marktwert liegt, gekauft oder verkauft werden kann. Zum Beispiel zeichnen sich liquide Anlageformen bzw. Vermögenswerte dadurch aus, dass sie schnell ohne größere Auswirkungen auf den Preis des Vermögenswertes in Bargeld umgewandelt werden können, damit, wenn der Anleger verkaufen möchte, ein Käufer für eine Anleihe gefunden werden kann.
Liquiditätsrisiko
Risiko für Anleiheninhaber, dass Anleihen nicht schnell genug oder nicht zu einem guten Kurs verkauft werden können.
Markt- bzw. Zinsrisiko
Während Anlegern in gewisser Weise die Zahlung von versprochenen Zinsen und Kapital garantiert wird, kann sich der zugrunde liegende Wert der Anleihe an sich in Abhängigkeit von der Richtung in die sich die Zinsen verändern, ändern. Wie bei allen festverzinslichen Wertpapieren, sinkt der Wert einer begebenen Anleihe, wenn die allgemeinen Zinsen nach der Begebung der Anleihe steigen, da nun Anleihen mit einer höheren Verzinsung auf den Markt kommen. Gehen die Zinsen zurück, steigt der Wert der älteren Anleihe mit der höheren Verzinsung im Vergleich zu neuen Emissionen. Das Marktrisiko wird auch als Zinsrisiko bezeichnet.
MiFID
EU-weite Richtlinie über die Bereitstellung von und dem Handel mit Finanzdienstleistungen und -produkten. Die Richtlinie regelt den Schutz der Kunden von Finanzdienstleistern. Sie trat am 1. November 2007 in Kraft. Der wesentliche Punkt ist, dass laut dieser Richtlinie ein Anleger bei Investitionsentscheidungen angemessen von Investmentgesellschaften und Investmentexperten über die Art des Produkts oder der Dienstleistung, die als Anlageform vorgeschlagen wird, als auch über die Risiken dieser speziellen Anlage, informiert werden muss. Anleger, die als Kleinanleger einzustufen sind - hierzu zählen die meisten Privatanleger - sind am umfangreichsten zu informieren.
Minimalzins
Niedrigster Zinssatz für eine Anleihe mit variablem Zins.
Modifizierte Duration
Eine Messung der ungefähren Änderung des Anleihenpreises bei einer Änderung um 1 % oder 100 Basispunkte der Rendite unter der Annahme, dass der erwartete Kapitalfluss sich nicht ändert, wenn die Rendite sich ändert). Eine modifizierte Duration bezieht sich umgekehrt auf die ungefähre prozentuale Preisänderung für eine vorgegebene Änderung der Rendite. Eine modifizierte Duration ist keine neue Definition für Duration, sondern eher eine bestimmte Formel für Duration.
Monoliner bzw. Anleiheversicherer
Monoliner bzw. Anleiheversicherer garantieren für den Fall des Ausfalls des Emittenten die pünktliche Rückzahlung des Kapitals und der Zinsen einer Anleihe. Sie werden Monoliner genannt, da sie nur eine Risikokategorie versichern und finanzielle Garantien, bzw. Versicherungsschutz, für Käufer einer breiten Vielfalt an Produkten des Finanz- bzw. Kapitalmarktes, einschließlich des öffentlichen Sektors und für Infrastrukturprojekte, bieten.
Mortgage Pass-Through
Eine Anleihe, die eine direkte Beteiligung an einem Pool von Hypothekenkrediten darstellt. Der Pass-Through-Emittent erhält die Zahlungen für die Kredite im Pool und leitet das Kapital und die Zinsen anteilig an die Wertpapierinhaber weiter ("passes through").
Nachrangige Schuld
Anleihen, deren Rückzahlung im Falle einer Unternehmensauflösung hinter Schuldverschreibungen auf bestimmte Vermögenswerte und vorrangige Schulden gestellt werden.
Nennbetrag bzw. Nennwert
Nominalwert (Kapital- oder Fälligkeitswert) eines Wertpapiers, der auf dem Instrument erscheint und den Wert darstellt, den der Emittent als Darlehen aufgenommen hat. Auf dem Sekundärmarkt, an dem die meisten Privatanleger teilnehmen, können Anleihen zu einem Diskont, d.h. unter dem Nennwert, oder zu einem Aufpreis, d.h. über dem Nennwert, gehandelt werden.
Nennwert
Der Kapitalbetrag einer Anleihe oder Schuldverschreibung, der bei Ablauf der Laufzeit fällig wird.
Nominalwert
Der Nennwert einer Anleihe (im Gegensatz zum Betrag, den ein Anleger für die Anleihe bezahlt hat).
Nullkuponanleihe
Anleihen, die keinen Kupon haben. Ihr Ertrag basiert auf der Tatsache, dass sie weit unter ihrem Rückkaufswert verkauft werden.
OATS bzw. Französische Staatsanleihen
Staatsanleihen der französischen Regierung sind auch als OATs (Obligations Assimilables du Trésor) bekannt und sind langfristige Anleihen. Es gibt auch kurzfristige Anleihen genannt BTF (Bons du Trésor à taux fixe et à intérët précompté©) sowie BTANs (Bons du Trésor à taux fixe et à intérët annuel), mittelfristige Anleihen mit Laufzeiten von zwei bis fünf Jahren. Die Agence France Trésor (ATF) ist die Abteilung des französischen Finanzministeriums, die für die Verwaltung der Staatsschuld und der Staatskasse verantwortlich ist.
Offene Investmentgesellschaft - OEIC - oder Investmentfonds bzw. SICAVs
Anleger in Investmentfonds, die von Anlageverwaltungsunternehmen verwaltet werden, erhalten Anteile an einem Fonds, dessen Kurs täglich errechnet wird (Wert des Fonds-Portfolios dividiert durch die Anzahl der Anteile). In Europa gibt es unterschiedliche rechtliche Formen dieser Fonds.
Offener Index-Fonds
In einem offenen Index-Fonds werden ständig - je nach Nachfrage der Anleger - Anteilscheine begeben und zurückgekauft. Als Index-Fonds ist sein Anlageziel die Verdoppelung der Leistung des Indexes, der als Referenzwert herangezogen wird.
Optionsanleihe
Anleihen, die mit einer Rückkaufklausel versehen sind, bringen normalerweise einen höheren Jahresertrag, um das Risiko eines frühzeitigen Rückkaufs auszugleichen. Es gibt zwei Unterkategorien bei dieser Art von Anleihen: Europäische Optionsanleihen und amerikanische Optionsanleihen. Die Emittenten können europäische Optionsanleihen nur zu vorher festgelegten Zeitpunkten zurückkaufen, während amerikanische Optionsanleihen jederzeit nach Ablauf des Rückkauffristaufschubs zurückgekauft werden können. Der Rückkauffristaufschub ist eine der Bedingungen, die vor dem Gebrauch einer Anleihe festgelegt wird, d.h. das Datum, bis zu dem die Anleihe geschützt ist und nach dem sie zurückgekauft werden kann.
Pfandbriefe(2)
Anleihe, die von deutschen Hypothekenbanken begeben wird und die durch langfristige Vermögenswerte besichert ist. Diese Anleihen repräsentieren das größte Segment des deutschen Marktes für Privatanleihen und gelten als eine der sichersten Schuldverschreibungen im privaten Sektor.
Portfolio
Gruppe von Investitionen, die sich im Besitz einer Einzelperson oder eines institutionellen Anlegers befindet.
Provision
Die Gebühr eines Maklers oder Vermittlers für die Durchführung einer Transaktion im Namen eines Anlegers. Provisionen werden auf unterschiedliche Art errechnet, u.a. in Abhängigkeit davon, ob der Anleger eine Bank, Maklerfirma oder Online-Unternehmen nutzt. Anleger sollten sich erkundigen und wissen, welche Provisionen oder andere Verkaufsgebühren von einem Makler oder Vermittler für die Durchführung einer Transaktion berechnet werden, vor allem, wenn solche Informationen nicht in schriftlicher Form geboten werden.
Punkt
Verändert sich der Kurs einer Anleihe von 100 auf 101, so hat er sich um einen Punkt verändert. Eine Kursveränderung einer Anleihe von einem Punkt verändert den Wert der Währung der Anleihe um 1% vom Nennwert. Ein Punkt ist zum Beispiel € 1 wert wenn der Nennwert der Anleihe € 100 beträgt.
Rating bzw. Kredit-Rating
Kennzeichnungen, die von Kredit-Rating-Agenturen angewendet werden, um eine relative Angabe zur Kreditqualität eines Anleiheemittenten durch die Beurteilung des Emittenten hinsichtlich einer bestimmten Reihe von Zielkriterien, wie z.B. die finanzielle Situation des Unternehmens und die Fähigkeit Schuldverschreibungen zurückzuzahlen, vornehmen zu können. Jede große Ratingagentur in Europa und den USA, wie z.B. Standard & Poor's, Moody's und Fitch Ratings, verwendet in gewissem Maße unterschiedliche Beurteilungskriterien für Emittenten, die Zusammenfassung der Beurteilung erfolgt jedoch in einem Spektrum von der höchsten Qualität des Investitionsgrades zum Spekulationsgrad oder von AAA (Aaa) bis D. Anleihen mit mindestens einem BBB-Rating oder höher werden als Investmentgrad berücksichtigt. Wertpapiere mit einem BB-Rating oder darunter werden den hochverzinslichen oder Wertpapieren mit niedrigem Investmentgrad zugeordnet. Das Rating hat in der Regel Auswirkungen auf den Zinssatz, den ein Emittent zahlen muss, um Investoren anzuziehen - Emittenten mit einem niedrigeren Rating zahlen höhere Zinsen.
Rating-Dienst
Eine Rating-Agentur, wie z.B. Standard & Poor's, Moody's, Fitch Ratings, usw. beurteilt die Emittenten von Anleihen im Hinblick auf bestimmte Zielkriterien, die für die Investoren das Risiko ihrer Anleiheemissionen in einem Spektrum von Investment-Grade (beste Bonität) bis Speculative-Grade (Ratings von AAA (Aaa) bis zum niedrigsten Rating D) bestimmen.
Reifung
Das Alter von Konten. Auf dem Markt für vermögensbesicherte Wertpapiere weist dieser Begriff auf die Tatsache hin, dass verschiedene Vermögenswerte unterschiedliche Reifungsmuster haben. Diese Reifungsmuster werden durch Phasen mit zunehmenden und danach abnehmenden Verlusten charakterisiert.
Rendite
Jährlicher Prozentsatz des aus einem Wertpapier erzielten Ertrags. Die Rendite ist eine Funktion aus dem Bezugspreis einer Anleihe und dem Kuponzins.
Rentenfonds
Ein Rentenfonds verkauft Anlegern Anteile eines Fonds, dessen Portfolio aus Anleihen besteht, die speziell für ein bestimmtes Investitionsziel, wie z.B. die Beschaffung eines regelmäßigen Einkommens, zusammengestellt wurden. Im Gegensatz zu einzelnen Anleihen, haben Rentenfonds kein Fälligkeitsdatum und können, da das Portfolio nicht festgesetzt ist, keinen Zinssatz garantieren. Ebenfalls im Gegensatz zu einzelnen Anleihen garantieren Rentenfonds keinen Kapitalertrag. Anleger können in Rentenfonds investieren, wenn sie ihre Investitionen mit geringerem Geldaufwand als für den Kauf eines gesamten Portfolios notwendig, verteilen wollen. Es gibt unterschiedliche Arten von Rentenfonds, aus denen Anleger wählen können: Fonds, die in unterschiedliche Anleihen investieren (Staatsanleihen, Unternehmensanleihen, Pfandbriefe, usw.), Fonds mit unterschiedlichen Anlagestrategien (kurzfristig, langfristig, usw.) und Fonds, die unterschiedliche Risiken bieten (z.B. Investment-Grade Anleihen mit dem höchsten Rating, hochspekulative Anleihen, usw.).
Repomarkt (Markt für Rückkaufsvereinbarungen)
Vereinbarungen, durch die Marktexperten vereinbaren verschiedene Wertpapierarten zu einem vorher festgelegtem Preis und Termin zurückzukaufen. Eine Rückkaufsvereinbarung ist ein besicherter Kredit, bei dem Wertpapiere als Sicherheiten dienen. Der Repomarkt wird von Finanzinstitutionen genutzt, um den Kauf von Wertpapieren zu finanzieren, um überschüssige Gelder zu verleihen und um kurzfristig Kapital zu beschaffen.
Residential Mortgage backed Securities (RMBS)
Hypothekarisch besicherte Wertpapiere repräsentieren einen Besitzanteil an Hypothekenkrediten, die von Kreditinstituten (Bausparkassen, Geschäftsbanken oder Pfandbriefbanken) zur Finanzierung des Kaufs eines Hauses oder anderer Immobilien ausgegeben werden. Hypothekarisch besicherte Wertpapiere entstehen, wenn diese Kredite von Emittenten oder Dienstleistern zum Verkauf an Anleger gebündelt werden. Während die zugrunde liegenden Hypothekenkredite von den Hausbesitzern zurückgezahlt werden, erhalten die Anleger Zins- und Kapitalzahlungen.
Revenue-Bond
US-amerikanische Kommunalanleihe, die mit den Erträgen aus Zollabgaben, Gebühren oder Mieten der Nutzer der Einrichtungen, die mit den Einnahmen aus der Anleihenemission errichtet wurden, zurückgezahlt werden.
Revolvierender Fonds
Verbriefungsstruktur, die häufig für Vermögenswerte mit hohen Umschlagsgeschwindigkeiten, wie z.B. Kreditkarten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sowie Forderungen aus Warenlagerfinanzierungen, genutzt wird. Diese Verbriefungsstruktur wird dadurch charakterisiert, dass sie eine revolvierende Phase und eine Zinseszins- (oder kontrollierte Abschreibungs-)periode aufweist.
Ring-Fencing
Ring-Fencing (wörtlich "Einzäunung") ist ein neuer Begriff, der eine Reihe von Schritten beschreibt, die für die Verbriefungen von Vermögenswerten als "insolvenzsicher" erforderlich sind. Das Ziel des Ring-Fencing besteht darin, diese Vermögenswerte vor einer Insolvenz oder Umstrukturierung der Muttergesellschaft der Einheit, die die relevanten Vermögenswerte besitzt, zu isolieren und zu beschützen.
Risiko und Risikobereitschaft
Die Wahrscheinlichkeit, dass der Wert einer Anlage sinkt oder unvorhersehbar stark und unbeständig steigt. Alle Anlageformen besitzen ein gewisses Risikoniveau, da die Erträge aus den Investitionen nicht garantiert werden. Ist ein Anleger nicht bereit das Risiko, dass eine Anlage an Wert verliert, zu tragen, wird dem Anleger nur eine geringe bis gar keine Risikobereitschaft zugesprochen. Investitionen in Anleihen beinhalten unterschiedliche Risiken. Die Definition eines akzeptablen Risikoniveaus hängt vom Anleger ab und kann sich mit der Zeit verändern.
Rückkaufoption
Eine Rückkaufoption ist das Recht des Emittenten eine seiner ausgegebenen Anleihen vor dem Fälligkeitsdatum zurückzukaufen, indem er den Anlegern einen festgelegten Preis, meistens einen Optionspreis über dem Nennwert, zahlt. Eine vollständige Rückkaufoption bedeutet, dass der Emittent die komplette Emission der Anleihe zurückkauft. Bei einer teilweisen Rückkaufoption wird nur ein Teil der Emission zurückgekauft. Bei vielen hochspekulativen Anleihen können die Emittenten bereits nach den ersten fünf Jahren eine Rückkaufoption ausüben.
Rückkaufprämie
Betrag - für gewöhnlich angegeben als Prozentsatz des zurückgekauften Kaptialbetrags - den der Emittent als "Strafe" für die Ausübung einer Rückkaufoption zahlt.
Rückkaufrisiko
Bei einer Rückkaufoption bleibt es ungewiss, ob eine Anleihe bis zu ihrem Fälligkeitsdatum im Umlauf bleibt. Im Falle eines Kursrückgangs riskieren die Anleger den Verlust einer Anleihe, die einen höheren Zinssatz zahlt, wenn die Emittenten sich zum Rückkauf ihrer Anleihen entscheiden. Wird eine Anleihe zurückgekauft, müssen die Anleger normalerweise in Wertpapiere mit geringerem Ertrag investieren. Rückkaufoptionen begrenzen häufig auch den Wertzuwachs einer Anleihe, der bei einem Rückgang der Zinsen zu erwarten wäre.
Rückzahlungsrendite
Jährlicher, prozentualer Ertrag, den der Anleger erhält, wenn er die Anleihe bis zur Fälligkeit im Besitz behält, ist eine Berechnung, die oft zum Vergleich von Anleihen herangezogen wird. Wird auch effektiver Ertrag genannt. Die Rückzahlungsrendite für eine Anleihe ist eine Funktion aus dem Kurs, der für die Anleihe gezahlt wurde (und der sich fast immer vom Nennwert der Anleihe unterscheidet), dem Anleihezins und der restlichen Laufzeit bis zur Fälligkeit. Zur Ermittlung der Rückzahlungsrendite wird der Kupon, die Häufigkeit der Kuponzahlungen, der Anleihekurs, das Datum, an dem die Transaktion abgeschlossen wurde, das Fälligkeitsdatum der Anleihe, und der Rückzahlungswert (in der Regel 100) benötigt. Glücklicherweise geschieht es nur selten, dass Anleger die Rückzahlungsrendite von Grund auf berechnen müssen. Anleiherenditen werden auf den Finanz-Webseiten, wie Bloomberg.com und FT.com aufgeführt, oder können ganz einfach mit Hilfe einer Funktion in einer Tabellenkalkulation oder einem Finanztaschenrechner ermittelt werden.
Rückzahlungsrendite(2)
Eine Berechnung der gesamten Rendite für einen Anleger, der bis zur Fälligkeit der Anleihe deren Inhaber ist. Zur Rückzahlungsrendite gehören Zinszahlungen und jegliche Differenzen zwischen dem aktuellen Kurs und dem Fälligkeitswert (Nennwert). Sie beinhalten nicht den Kapitalertrag am Ende der Laufzeit. Die Rückzahlungsrendite wird auf Grundlage des aktuellen Marktkurses ermittelt.
Schlusskurs
Der Schlusskurs einer Anleihe ist der letzte Handelskurs vor Tagesschluss der Börse bzw. des Marktes, auf dem die Anleihe gehandelt wird. Da es nachbörslichen Handel gibt, kann sich der Eröffnungskurs bei Handelsbeginn am nächsten Tag vom Schlusskurs des vorhergehenden Tages unterscheiden.
Schuldverschreibung
Ein Schuldverschreibung ist eine ungesicherte Anleihe. Ihr der Inhaber kann seine Ansprüche als nicht bevorrechtigter Gläubiger auf alle Vermögenswerte eines Emittenten, die nicht ganz spezifisch zur Besicherung anderer Schuldverschreibungen dienen, einfordern.
Schwellenländeranleihen
Anleihen aus Schwellenländern beinhalten normalerweise Staatsanleihen, Kommunalanleihen und Unternehmensanleihen. Inländische Schwellenländeranleihen - Anleihen, die innerhalb eines Schwellenlandes ausgegeben werden - machen ungefähr 3/4 der Schuld in den Märkten für Schwellenländeranleihen aus, da es jedoch aus einer Vielzahl von Gründen schwierig sein kann, inländische Schwellenländeranleihen zu handeln, sind die Schwellenländeranleihen, die sich im Besitz ausländischer Investoren befinden, meistens Auslandsanleihen oder externe Schwellenländeranleihen. Die Mehrheit der externen Schwellenländeranleihen sind Staatsanleihen.
Sekundärmarkt
Markt für vorher angebotene oder verkaufte Emissionen.
SICAV - Investmentgesellschaft mit variablem Kapital - Investmentfonds bzw. OEICs
Anleger in Investmentfonds, die von Anlageverwaltungsunternehmen verwaltet werden, erhalten Anteile an einem Fonds, dessen Kurs täglich errechnet wird (Wert des Fonds-Portfolios dividiert durch die Anzahl der Anteile). In Europa gibt es unterschiedliche rechtliche Formen dieser Fonds.
Sicherheit
Vermögenswerte mit Geldwert, die zur Absicherung eines Kredits genutzt werden. Gerät ein Kreditnehmer in Verzug und zahlt den Kredit nicht zurück, kann die Sicherheit, oder ein Teil von ihr, in den Besitz des Kreditgebers übergehen. Ein besicherter Kredit ist ein Kredit der durch eine Sicherheit garantiert wird.
Sicherheit(2)
Pfand, das dem Anleger (Darlehensgeber) vom Anleiheemittent (Schuldner) zur Sicherung der Rückzahlung des Kredits gegeben wird.
Spanische Staatsanleihen - Bonos und Obligaciones del Estado
Spanische Staatsanleihen sind Obligationen der spanischen Staatsregierung, die vom spanischen Finanzministerium herausgeben werden. Letras del Tesoro sind kurzfristige Schatzwechsel mit Laufzeiten von 6, 12, und 18Monaten, Bonos y Obligaciones del Estado sind Schatzwechsel mit genau den gleichen Merkmalen, jedoch unterschiedlichen Laufzeiten. Das Finanzministerium begibt momentan Staatsanleihen mit Laufzeiten von 3 und 5 Jahren; sowie Obligaciones mit Laufzeiten von zehn, fünfzehn und dreißig Jahren.
Spread
Die Differenz zwischen den Renditen (Rendite-Spread) oder den Kursen (Kurs-Spread) zweier Anleihen oder zwischen der Rendite einer Anleihe und einer anerkannten Referenzrendite. Anleger nutzen Spreads, um das frühere Verhalten ähnlicher Anleihen mit unterschiedlichen Laufzeiten, unterschiedlichen Anleihesektoren, unterschiedlichen Kredit-Ratings, usw. zu vergleichen. Spreads werden in der Regel in Basispunkten angezeigt.
Staatsanleihe
Anleihe, die von einer Staatsregierung begeben wird. Zu den Staatsanleihen in Europa gehören u.a.: Gilts (Großbritannien), OATs (Frankreich), Bunds (Deutschland), BTPs (Italien) US-Treasuries sind Anleihen der amerikanischen Bundesregierung.
Steuerrisiko
Risiko, dass eine Veränderung der Steuergesetzgebung Auswirkungen auf den Wert des steuerpflichtigen oder steuerfreien Zinsertrages hat.
STRIPS
"Separater Handel eingetragener Zinsen und Kapital von Wertpapieren." Mechanismus zur Erzeugung von US-Nullkuponanleihen.
Strukturierte Produkte
Viele unterschiedliche Produkte sind in gewissem Maße "strukturiert". "Strukturierung" bezieht sich normalerweise auf Schuldverschreibungen, die nicht direkt besichert oder ungesicherte Staats- oder Unternehmensschuldverschreibungen sind. Obwohl diese Transaktionsarten für gewöhnlich durch spezielle Instrumente ausgegeben werden, ist dies nicht immer der Fall. Absicherungen durch Verbriefung sind z.B. ein strukturiertes Produkt. Ein weiteres strukturiertes Produkt bezieht sich auf die Verpackung oder Umverpackung von Anleihen zusammen mit verschiedenen Zinsswaps und/oder Kreditderivaten, um den Zahlungsstrom von Kapital und Zinsen zu verändern und dem Investor so ein gewünschtes Risikoprofil zu bieten. In einigen Fällen werden diese Produkte auch "strukturierte Kredite" genannt, wenn sie Produkte mit einem gewissen Unternehmens- oder objektbezogenem Kreditrisiko beinhalten. Aufgrund der Komplexität von strukturierten Produkten sind sie nur sehr selten in Privatanlegerportfolios oder Fondsangeboten enthalten.
Stückzinsen
Auf ein Wertpapier aufgelaufene Zinsen, die dem Anleger jedoch noch nicht ausgezahlt wurden. Der Betrag wird errechnet, indem der Anleihezins mit der Anzahl der Tage seit der letzten Zinszahlung multipliziert wird.
Swap
Verkauf eines Anleihenpakets und Kauf eines anderen Anleihenpakets mit ähnlichem Marktwert. Mit Hilfe von Swaps können viele Ziele erreicht werden, u.a. steuerliche Abschreibungen, verbesserte Kredit-Ratings, Laufzeitverlängerung oder -verkürzung, Tausch eines festen Zinssatzes mit einem variablem Zinssatz und umgekehrt, usw. Ein Anleihe-Swap wird manchmal auch Switch genannt. Zins-Swaps (Derivate) sind andere Finanzinstrumente und unterscheiden sich von den hier beschriebenen Swaps.
Tilgungsanleihe
Anleihe mit einem Tilgungsfonds.
Tilgungsfonds
Gelder, die der Emittent einer Anleihe regelmäßig speziell zur Tilgung einer Schuld zur Seite legt.
Tilgungstermin (Fälligkeitstermin)
Der Tilgungstermin ist der Tag, an dem die Laufzeit einer Anleihe endet und der Kapitalbetrag eines Wertpapiers gemeinsam mit der letzten Zinszahlung fällig ist. Auch bekannt als Fälligkeitstermin.
Tranche
Klassen bei bestimmten Wertpapierarten mit unterschiedlichen Zinssätzen, Laufzeiten, Risiken, usw., die jedoch ähnliche Merkmale mit jeder Klasse teilen. Collateralised Mortgage Obliationen (CMOs), zum Beispiel, bestehen aus einer Anzahl unterschiedlicher Schuldklassen - oder Tranchen - und jede dieser Klassen kann sich von den anderen hinsichtlich Zinssatz, Fälligkeitsdatum, Risiko, oder andere Unterscheidungsmerkmale, unterscheiden. Beim Verkauf dieser Wertpapiere wird jede Tranche separat verkauft. Tranche ist das französische Wort für "Scheibe".
Transaktionsdatum
Datum, an dem der Kauf oder Verkauf einer Anleihe durchgeführt wird.
Transfer Agent
Ein Transfer Agent wird von einem Emittenten bestellt und pflegt die Aufzeichnungen von Wertpapierinhabern, kündigt und emittiert Zertifikate, und löst durch Verlust, der Beschädigung oder Diebstahl von Zertifikaten entstehende Probleme.
Treasuries - US-Staatsanleihen
Amerikanische Treasuries - wie z.B. Schatzwechsel, Schuldverschreibungen und Anleihen - sind Schuldscheine der amerikanischen Regierung. Da diese Schuldscheine durch das "volle Vertrauen und Bonität" der US-Regierung, und somit durch die Fähigkeit der Regierung Steuereinnahmen zu erhöhen und Gelder zu drucken besichert werden, gelten US-Treasuries als sicherste Anlage überhaupt. Auf dem Markt wird ihnen kein Kreditrisiko zugesprochen, d.h. es ist geradezu sicher, dass Zinsen und Kapital pünktlich gezahlt werden. (Für ausländische Käufer von US-Treasuries besteht jedoch ein Währungskursrisiko.)
Treuhänder
Eine Bank, die vom Emittenten zum Vermögensverwalter und offiziellen Vertreter der Anleiheninhaber ernannt wird.
Umtauschanleihe
Eine Anleihe mit der Option sie in Aktien eines Unternehmens (nicht des Emittenten) umzutauschen.
Unbesicherte Forderung
Schuldverschreibung mit einer Rückzahlungsforderung, die im Falle einer Unternehmensauflösung hinter allen anderen Schuldtiteln rangiert.
Unkündbare Anleihe
Eine Anleihe, die der Emittent nicht vor Ablauf der Laufzeit zurückkaufen kann.
Unternehmensanleihe
Anleihe, die von einem Unternehmen ausgegeben werden, um Geldmittel zur Deckung von Bedürfnissen des Unternehmens zu beschaffen.
US-Staatsanleihen - Treasuries
Amerikanische Treasuries - wie z.B. Schatzwechsel, Schuldverschreibungen und Anleihen - sind Schuldscheine der amerikanischen Regierung. Da diese Schuldscheine durch das "volle Vertrauen und Bonität" der US-Regierung, und somit durch die Fähigkeit der Regierung Steuereinnahmen zu erhöhen und Gelder zu drucken besichert werden, gelten US-Treasuries als sicherste Anlage überhaupt. Auf dem Markt wird ihnen kein Kreditrisiko zugesprochen, d.h. es ist geradezu sicher, dass Zinsen und Kapital pünktlich gezahlt werden. (Für ausländische Käufer von US-Treasuries besteht jedoch ein Währungskursrisiko.)
Verbriefung
Die Verbriefung ist im weiteren Sinne ein Verfahren, bei dem neue Wertpapiere begeben werden, die durch einen Pool existierender Vermögenswerte, wie z.B. Kredite, private oder gewerbliche Hypotheken, Kreditkartenschulden, oder andere Vermögenswerte, besichert werden. Diese Wertpapiere, die allgemein "hypothekarisch bzw. durch Vermögenswerte besicherte Wertpapiere" genannt werden, werden begeben und an Anleger (vorrangig institutionelle Anleger) verkauft und die Zahlungsströme bzw. wirtschaftlichen Werte aus den Vermögenswerten werden auf die Anleger umgeleitet.
Verkaufsoption
Vertrag, der den Optionsinhaber dazu berechtigt, der anderen Vertragspartei eine Anleihe zu einem festgelegten Preis bis zum Vertragsablauf zu verkaufen.
Verkürzungsrisiko
Bei hypothekenabhängigen Wertpapieren, das Risiko, dass durch sinkende Zinsen eine vorzeitige Rückzahlung beschleunigt wird, d.h. Kapital wird früher an die Investoren zurückgezahlt, wodurch die Anleger gezwungen werden, zu den vorherrschenden niedrigen Zinsen erneut zu investieren. Beim Verkürzungsrisiko wird die durchschnittliche Dauer bis zur Rückzahlung des Kapitals an den Anleger "verkürzt".
Verlängerungsrisiko
Risiko, dass steigende Zinsen die erwartete Geschwindigkeit, zu der Hypotheken oder andere Kredite zurückgezahlt werden, verlangsamen, wodurch das Kapital der Anleger für einen längeren Zeitraum als erwartet angelegt ist. Demzufolge kann ihnen die Gelegenheit entgehen einen höheren Zins für ihr Geld zu erzielen.
Volatilität
Messgröße für den Schwankungsgrad von Anlagekursen. Wird manchmal zur Risikobeurteilung verwendet.
Vorauszahlung
Die ungeplante teilweise oder vollständige Zahlung des ausstehenden Kapitalbetrags einer Hypothek oder anderer Schuldverschreibungen vor seiner Fälligkeit. In Europa gelten restriktivere Vorschriften zu Vorauszahlungen als in den USA.
Vorauszahlungsrisiko
Risiko, dass sinkende Zinsen zu starken Vorauszahlungen bei Hypotheken oder anderen Krediten führen, und somit den Anleger zwingen, zu den vorherrschenden niedrigeren Zinsen neu zu investieren. In Europa gelten restriktivere Vorschriften zu Vorauszahlungen als in den USA.
Vorrangige Belastung
Anspruch, den ein Anleiheninhaber im Falle einer Unternehmensauflösung auf die Vermögenswerte des Unternehmens vor anderen Anleiheninhabern hat.
Vorrangige Schuld
Anleihen, deren Rückzahlung im Falle einer Unternehmensauflösung vor allen anderen Schuldverschreibungen - mit Ausnahme von Schuldverschreibungen, die durch bestimmte Vermögenswerte besichert sind - gestellt werden.
Wandelanleihe
Eine Anleihe, die dem Anleger die Möglichkeit bietet, die Anleihe in eine vorgegebene Menge Aktien des Emittenten zu einem vorgegebenen Kurs und einer vorgegebenen Zeit umzutauschen.
Wiederanlagerisiko
Risiko für Anleger, dass Zinserträge oder Kapitalrückzahlungen zu niedrigeren Zinssätzen wieder neu angelegt werden müssen. Bei Nullkuponanleihen existiert kein Wiederanlagerisiko für Zinszahlungen.
Yield to Call
Rendite, die unter der Annahme berechnet wird, dass Zinsen bis zum Stichtag gezahlt werden, an dem das Wertpapier zum Rückkaufpreis zurückgekauft wird.
Zahlstelle
Ort, an dem die Kapital- und Zinszahlungen bezahlt werden müssen - in der Regel eine ausgewählte Bank oder das Büro des Schatzmeisters des Emittenten.
Zahlungsverzug
Unfähigkeit, fälliges Kapital oder fällige Zinsen zu zahlen. Ein Verzug liegt auch dann vor, wenn Verpflichtungen nicht im Zusammenhang mit Zahlungen, wie z.B. Meldepflichten, Erfüllung von Sicherheiten oder finanziellen Verpflichtungen, nicht eingehalten werden, oder wenn ein Materialproblem für den Emittenten entsteht, wie z.B. Insolvenz oder Bankrott. Ein Emittent von Anleihen in Zahlungsverzug bedeutet, dass er das Kapital nach Ablauf der Laufzeit nicht zurückzahlt oder fällige Zinsen nicht zahlt oder beides. Die Bedingungen zum Zahlungsverzug für Anleiheemittenten werden im sogenannten Anleihevertrag definiert.
Zeitwahl-Risiko
Das Risiko, dass eine Anlage nach dem Erwerb schlechtere Erträge oder nach dem Verkauf bessere Erträge erzielt.
Zentralbank
Die Zentralbank eines Landes ist die Behörde - normalerweise eine Institution verbunden mit der Staatsregierung - eines Landes, die die Geldpolitik eines Landes festlegt bzw. ausführt, die Geldmenge des Landes regelt, kurzfristige Leitzinsen festlegen kann, verantwortlich ist für die Kontrolle aller Geschäftsbanken, Finanzinstitute und Märkte, und als Kreditgeber letzter Instanz fungiert.
Zins
Entschädigung, die für die Nutzung von Geld gezahlt wird oder gezahlt werden muss und in der Regel in Prozent ausgedrückt wird. Der Zinssatz kann für die Laufzeit einer Anleihe unverändert bleiben (feste Verzinsung) oder sich zeitweise unter Bezugnahme auf einen Index verändern (variable Verzinsung).
Zins- bzw. Marktrisiko
Während Anlegern in gewisser Weise die Zahlung von versprochenen Zinsen und Kapital garantiert wird, kann sich der zugrunde liegende Wert der Anleihe an sich in Abhängigkeit von der Richtung in die sich die Zinsen verändern, ändern. Wie bei allen festverzinslichen Wertpapieren, sinkt der Wert einer begebenen Anleihe, wenn die allgemeinen Zinsen nach der Begebung der Anleihe steigen, da nun Anleihen mit einer höheren Verzinsung auf den Markt kommen. Gehen die Zinsen zurück, steigt der Wert der älteren Anleihe mit der höheren Verzinsung im Vergleich zu neuen Emissionen. Das Zinsrisiko wird auch als Marktrisiko bezeichnet.
Zinsdeckel
Höchster Zinssatz, der für eine Anleihe mit variablem Zins gezahlt werden kann.
Zinseszins
Zinseszins entsteht wenn die Zinserträge einer Anlage zur bestehenden Anlage addiert werden, um eine größere Anlagebasis zu schaffen, auf der zukünftig Zinserträge erzielt werden können. Ohne Aufzinsung werden nur einfache Zinserträge erzielt und die Anlage wächst nicht so schnell.
Zinsswaps
Zinsswaps sind derivative Finanzinstrumente, bei denen Zinszahlungen mit festem Zinssatz durch Zinszahlungen mit variablem Zinssatz ausgetauscht werden. In der Regel stellen diese Swaps eine Vereinbarung zweier Vertragspartner dar, um einen Zinszahlungsstrom durch einen anderen über einen festgelegten Zeitraum hinweg auszutauschen. Plain Vanilla Swaps ist die am häufigsten verwendete Art des Zinsswaps. Anleger nutzen Zinsswaps zur Steuerung von Schuldenportfolios, Unternehmensfinanzierung, zur Absicherung gegen Zinsänderungen, und zur Risikokontrolle und -absicherung. Ein Privatanleger muss wissen, dass Swaps zwischen Institutionen und nicht zwischen Privatanlegern stattfinden. Das Ergebnis dieser Swaps, kann jedoch das Portfolios eines Privatanlegers und den Kurs den der Anleger für eine bestimmte Anleihe zahlt, betreffen.
Zinsüberschuss
Der Nettobetrag aller Zinszahlungen aus den zugrunde liegenden Vermögenswerten, nachdem die Anleiheninhaber bezahlt und alle Kosten und Verluste gedeckt wurden. Zinsüberschusse können in ein Rücklagenkonto eingezahlt werden und als teilweise Bonitätsverbesserung genutzt werden oder an den Verkäufer bzw. den Inhaber der Vermögenswerte ausgegeben werden.
Zweckgesellschaft
Finanzinstitute, die Kredite vergeben, verkaufen Kreditpools an Zweckgesellschaften, deren alleiniger Zweck darin besteht, diese Vermögenswerte zu kaufen, um sie zu verbriefen. In Europa sind Zweckgesellschaften in der Regel Unternehmen, während in den USA Trusts verwendet werden. Die Zweckgesellschaft verpackt die Kredite als zinsbringende Wertpapiere und begibt sie. Der Verkauf der Kredite an die Zweckgesellschaft bietet "Insolvenzferne", d.h. der Trust wird vom Sponsor isoliert. Wertpapiere, die von der haftenden Investmentbank an Anleger verkauft werden, besitzen eine verbesserte Bonität mit mindestens einer zusätzlichen Art des Schutzes - unabhängig davon, ob intern, extern oder beides.

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